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Die Abenteuer des kleinen Muck nach der Erzählung von Wilhelm Hauff 26.11., 3.12., 10.12. und 17.12.2005, jeweils 15:00 Uhr Stadttheater Ratingen |
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Ratinger Wochenblatt 24.11.2005 |




In eigener Sache…Wieder ist ein Jahr vergangen und das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Wie alle Jahre seit 1983 will Theater WIR, die Theatergruppe der VHS Ratingen, mit dem vom City-Kauf veranstalteten Weihnachtsmärchen den Kindern die Wartezeit auf das Fest verkürzen.
WIR haben uns dafür in diesem Jahr wieder eines Märchens bedient, das dem orientalischen Kulturkreis zuzuordnen ist, obwohl es aus der Feder des deutschen Dichters Wilhelm Hauff stammt und 1826 erstmals veröffentlicht wurde: Die Abenteuer des kleinen Muck.
Es ist eine allgemeingültige Geschichte darüber, dass jemand der klein ist und von allen verspottet wird durchaus seinen Weg machen kann. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu, aber auch ein gehöriges Stück Pfiffigkeit. Lassen Sie sich überraschen, wie der kleine Muck all die Abenteuer besteht, die auf ihn warten.
Übrigens ist der kleine Muck nach „Aladdin und die Wunderlampe“ im Jahr 2001 erst das zweite unserer Ratinger Weihnachtsmärchen in orientalischem Ambiente. Im vergangenen Jahr brachten WIR mit großem Erfolg „Die Schneekönigin“ auf die Bühne – zum zweiten mal nach 1984 – und in den Jahren davor erfreuten sich die Kinder an unseren Inszenierungen von „Pinocchio“ oder „Des Kaisers neue Kleider“ oder Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.
Im Sommer des zu Ende gehenden Jahres haben wir als Sommerstück auch einmal ein „Märchen für Erwachsene“ gespielt: Eine durchaus freche und äußerst witzige Bearbeitung von Andersens Märchen „Der Schweinehirt“.
Für den Frühsommer 2006 bereiten wir wieder eine Inszenierung im Stadttheater vor, sind allerdings noch auf der Suche nach einem geeigneten Stück. Die Aufführungen werden voraussichtlich am 12., 16. und 18. Mai 2006 stattfinden.
Falls Sie aktuell informiert sein wollen, was WIR gerade planen, so können Sie auf unserer Homepage einen kostenlosen Newsletter abbonieren, der Sie stets auf dem Laufenden hält. Die Adresse:
www.theater-wir.de
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Kleiner Muck
Murat Achmet Händlerin Obsthändlerin Schlangenbeschwörer Zwei Kinder Eule
Regie
Ton
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Birgit
Olligs
Henning Hallmann Herribert Börnichen Shari van Treeck Inge Gellissen Herribert Börnichen Taddäus van Treeck Coline van Treeck Melita Kaulertz Henning Hallmann Coline van Treeck Taddäus van Treeck Thomas Uhr Franz Schroers Jochen Hermanns Anke Haupt Hanni Poguntke Carmen Metje Shari van Treeck Inge Gellissen Hanni Poguntke Hanni Poguntke Jens D. Billerbeck
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Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag Weinheim |
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Die Geschichte von dem kleinen Muck
Von Wilhelm HauffIn Nicea, meiner lieben Vaterstadt, wohnte ein Mann, den man den kleinen Muck hieß. Ich kann mir ihn, ob ich gleich damals noch sehr jung war, noch recht wohl denken, besonders weil ich einmal von meinem Vater wegen seiner halbtot geprügelt wurde. Der kleine Muck nämlich war schon ein alter Geselle, als ich ihn kannte; doch war er nur drei bis vier Schuh hoch, dabei hatte er eine sonderbare Gestalt, denn sein Leib, so klein und zierlich er war, mußte einen Kopf tragen, viel größer und dicker als der Kopf anderer Leute; er wohnte ganz allein in einem großen Haus und kochte sich sogar selbst, auch hätte man in der Stadt nicht gewußt, ob er lebe oder gestorben sei, denn er ging nur alle vier Wochen einmal aus, wenn nicht um die Mittagsstunde ein mächtiger Dampf aus dem Hause aufgestiegen wäre, doch sah man ihn oft abends auf seinem Dache auf und ab gehen, von der Straße aus glaubte man aber, nur sein großer Kopf allein laufe auf dem Dache umher. Ich und meine Kameraden waren böse Buben, die jedermann gerne neckten und belachten, daher war es uns allemal ein Festtag, wenn der kleine Muck ausging; wir versammelten uns an dem bestimmten Tage vor seinem Haus und warteten, bis er herauskam; wenn dann die Türe aufging und zuerst der große Kopf mit dem noch größeren Turban herausguckte, wenn das übrige Körperlein nachfolgte, angetan mit einem abgeschabten Mäntelein, weiten Beinkleidern und einem breiten Gürtel, an welchem ein langer Dolch hing, so lang, daß man nicht wußte, ob Muck an dem Dolch, oder der Dolch an Muck stak, wenn er so heraustrat, da ertönte die Luft von unserem Freudengeschrei, wir warfen unsere Mützen in die Höhe und tanzten wie toll um ihn her. Der kleine Muck aber grüßte uns mit ernsthaftem Kopfnicken und ging mit langsamen Schritten die Straße hinab. Wir Knaben liefen hinter ihm her und schrien immer: »Kleiner Muck, kleiner Muck! « Auch hatten wir ein lustiges Verslein, das wir ihm zu Ehren hier und da sangen; es hieß:
»Kleiner Muck, kleiner Muck,
Wohnst in einem großen Haus,
Gehst nur all vier Wochen aus,
Bist ein braver, kleiner Zwerg,
Hast ein Köpflein wie ein Berg,
Schau dich einmal um und guck,
Lauf und fang uns, kleiner Muck!«Wie es weitergeht?
Lesen Sie weiter unter:
http://gutenberg.spiegel.de/hauff/maerchen/alma1826/muck001.htm
Westdeutsche Zeitung, Lokalteil Ratingen, 28.11.2004 |
Ratinger Wochenblatt 1.12.2005 |
Westfalter Dezember 2005 |